Anleitung zum Geisterradeln

Als ich zuletzt auf dem Radweg der Amsterdamer Strasse (kurz vor der Inneren Kanalstrasse, Fahrtrichtung Innenstadt) fuhr, kam mir eine Clique Radfahrer als „vermeintliche“ Geisterradler entgegen.
Dort, wo der Radweg in den Radfahrstreifen übergeht wurde ich regelrecht von diesem abgedrängt (…zum Glück war ja auch genug Platz vorhanden…). Ich warf den Radlern noch einige Flüche hinterher und musste an den Blogbeitrag von Roland und die zugehörigen Kommentare denken (Fahrradhelm als Risikoerlaubnis )

Als ich mich später umdrehte, musste ich voller Entsetzen feststellen, dass ich wohl im Unrecht gewesen bin. Mir bot sich folgendes Bild (ich fuhr auf dem Radfahrstreifen in gleicher Richtung wie das fotografierte Auto, die Radfahrer kamen mir auf dem Radfahrstreifen entgegen):

Amsterdamer Straße

Laut letzter Unfallstatistik ist das Geisterradeln eine Hauptunfallursache und hier wird es behördlich angeordnet?!?

Ein Kommentar zu “Anleitung zum Geisterradeln”

  1. Roland
    März 9th, 2011 23:05
    1

    In der Tat: Behördlich angeordnete Unfallgefahr! Die zur Verfügung stehende Breite des Radfahrstreifens wirkt schon beim bloßen Beschauen viel zu schmal, um Radfahrer in beide Fahrtrichtungen darauf fahren zu lassen. Darüber hinaus kann es ja nicht dem sicheren Fahren dienen, wenn Du vor dem Befahren des Streifens nicht zumindest per Schild darauf hingewiesen wirst, dass der Radfahrstreifen in beiden Seiten benutzt wird (bzw. ja eher: benutzungspflichtig ist).

    Was vielleicht von einigen gutmeinenden Beamten als Entgegenkommen für Radfahrer gedacht sein mag (so braucht man nicht auf die andere Fahrbahnseite der sehr breiten Amsterdamer Straße zu wechseln) stellt sich in der Verkehrsrealität eher als in Kauf genommene Unfallgefahr dar.

    Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie die von Dir geschilderte Situation in der Dunkelheit wirken mag.

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